Warum so
Nach außen, nicht nach innen
Das bekannte Gefühlsrad sucht nach innen das wahre Gefühl. Dieses Rad läuft nach außen: von diffus zu genau. In der Mitte steht der Affekt, das Wort steht am Rand.
Körper als Prüfung
Ein Wort, das du am Körper nicht wiederfindest, ist ein Gedanke. Deshalb lässt sich jede Wortwahl gegen Körperort und Qualität prüfen, freiwillig, im Prüfen-Sheet.
Zuschreibung erkennen
„Mein Partner lässt mich hängen“ ist kein Gefühl, sondern ein Urteil über das Verhalten eines anderen. Der Klassifikator erkennt solche Sätze und stellt eine Frage zurück. Die Familien „oft darunter“ sind Erfahrungswissen aus Coaching und Literatur, kein Befund. Sie sind ein Vorschlag, den du am Wort prüfst.
Last von Gefühl trennen
Müde, kraftlos, träge oder zappelig sind oft Zustände des Körpers: zu wenig Schlaf, Essen, Bewegung, oder eine Krankheit. Sie als Gefühl über etwas zu lesen, führt in die Irre. Deshalb kannst du sie als Körperzustand ablegen.
Drei Wörter, nicht eins
Ein Wort ist meist zu grob. Drei Wörter aus einer oder mehreren Familien beschreiben besser, was gerade da ist. Die drei Stärken jeder Familie sind selbst die Skala: du liest sie und merkst, welche stimmt.
Keine Deutung
Diese Seite sagt dir nie, was du fühlst. Jede Ausgabe ist eine Frage oder eine Auswahl. Was zählt, ist der Abgleich mit dem Körper: Behalte, was klickt.
Quellen
Byron Katie (Liste von Gefühlen, 2012), Gendlin (Focusing), Smith & Ellsworth (1985), Greenberg (EFT), Rosenberg, Kegan & Lahey, Russell (1980), Scherer (2005).