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Methode

Systemisches Konsensieren

Entscheidung ohne Verlierer.

Quelle: Erich Visotschnig, Siegfried SchrottaWikipedia
Systemisches Konsensieren

Die Alternative zur Mehrheitsabstimmung von Erich Visotschnig und Siegfried Schrotta. Man fragt nicht "Wer ist dafür?", sondern "Wer hat wie viel Widerstand?". Der Vorschlag mit dem geringsten Gruppenwiderstand gewinnt. Jeder Teilnehmer vergibt Widerstandspunkte von 0 (kein Einwand) bis 10 (totaler Widerstand).

Analyse-Checkliste

Ziel & Fokus

Tragfähige Entscheidungen treffen, bei denen es keine Verlierer gibt. Minimierung von Konfliktpotential.

Kontext & Einsatzbereich

Entscheidungen in Gruppen, Terminfindung, Auswahl von Ideen. Überall dort, wo Mehrheitsentscheidungen Widerstand erzeugen.

Zielgruppe

Ideal für: Alle Gruppen, besonders bei strittigen Themen.

Eher ungeeignet für: Entscheidungen, die einen klaren Favoriten brauchen (z.B. Wettbewerbe).

Teilnehmerzahl

3 bis 100+ Personen.

Dauer

20–40 Minuten.

Spannende Beobachtungen (Meta-Ebene)

  • Oft gewinnt nicht die "liebste" Lösung des Chefs (Polarisierung), sondern die "zweitbeste" Lösung, mit der alle leben können (Konsens).

  • Leisere Teilnehmer werden gehört, da ihre "10 Punkte Widerstand" genauso viel zählen wie die des Lautsprechers.

  • Das Verfahren macht Widerstand sichtbar und besprechbar, bevor er zum Problem wird.

Limits & Fallstricke

Erzeugt eher solide Kompromisse als radikale Innovationen ("Leidensminimierung" statt "Lustmaximierung"). Für disruptive Entscheidungen manchmal ungeeignet.

Deep Dive Literatur

Systemisches KONSENSIEREN

Systemisches KONSENSIEREN

von Erich Visotschnig, Siegfried Schrotta

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