Methode 10
Positives Denken reicht nicht – WOOP
Warum Träume oft Träume bleiben und wie Planung das ändert.
Quelle: Prof. Gabriele Oettingen (NYU/Hamburg) · Grundlage: Forschungsansatz
Wann passt das?
Du nimmst dir etwas immer wieder vor, und es passiert nicht.
Das Tool
Sich das Ziel schön auszumalen, reicht nicht. Ins Handeln kommst du, wenn du das Hindernis benennst und dir einen Wenn-dann-Plan machst. WOOP verbindet dafür das Ziel mit einem ehrlichen Blick auf die Realität ("Mental Contrasting").
Beispiel
Eine Abteilungsleiterin will jede Woche Zeit für Strategie haben statt nur Tagesgeschäft.
- Wish
- Jeden Donnerstag zwei Stunden ohne Meetings für Strategiearbeit.
- Outcome
- Ich gehe mit dem Gefühl ins Wochenende, an etwas Großem gearbeitet zu haben.
- Obstacle
- Wenn jemand fragt, ob ich kurz Zeit habe, sage ich Ja, weil ich nicht unhöflich sein will.
- Plan
- Wenn mich am Donnerstag jemand um Zeit bittet, dann biete ich einen Termin am Freitag an.
Deine Anwendung
Nimm dir fünf Minuten und ein Ziel für die nächsten vier Wochen. Beim Hindernis geht es um das, was in dir liegt.
Was danach vorliegt
Ein Wenn-dann-Plan für dein wichtigstes inneres Hindernis.
Analyse-Checkliste
- Ziel:
- Motivation, Zielerreichung, Gewohnheitsänderung.
- Kontext:
- Persönliche Ziele, Projekt-Kickoffs.
- Dauer:
- 5–10 Min (schriftlich).
Spannende Beobachtungen
"Das Identifizieren des inneren Hindernisses ist der Schlüssel. Oft ist nicht "keine Zeit" das Problem, sondern "Perfektionismus" oder "Vermeidung"."
Grenzen & Fallstricke
WOOP hilft bei Hindernissen, die bei dir selbst liegen. Wenn äußere Bedingungen das Ziel blockieren, etwa fehlende Ressourcen, musst du das mit anderen klären.
WOOP funktioniert am besten bei Zielen, die herausfordernd, aber erreichbar sind. Bei Zielen, die du für unerreichbar hältst, hilft es dir wenig.
Anschluss
- GROW: Wenn das Ziel selbst noch unklar ist: erst klären, was erreicht werden soll.
- Eisenhower: Hilft, dem Vorhaben einen festen Platz in der Woche zu geben.
Grundlage & Beleg
- Grundlage:
- Forschungsansatz
- Methode:
- Gabriele Oettingen: WOOP my life
Deep Dive Literatur
