Landkarte der Philosophie · Denkrichtung
Ethnophilosophie
Bewegung · Afrika südlich der Sahara · seit den 1940er-Jahren (Tempels, 1945)
Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.
Ethnophilosophie nennt man Ansätze, die sich mit dem kulturellen Erbe afrikanischer Völker, ihren Mythen, Göttern und Riten befassen und darin ein einheitliches, gemeinsames „afrikanisches Denken“ sehen statt das Denken einzelner Menschen. Ein Ausgangspunkt war das Buch „Bantu-Philosophie“ des belgischen Missionars Placide Tempels (1945). Bekannt wurde das Wort Ethnophilosophie um 1970 durch Paulin Hountondji und Marcien Towa, die diesen Ansatz kritisierten, weil er afrikanische Philosophie als namenloses Denksystem ohne einzelne Denkerinnen und Denker darstelle.[1][2][3]
belegt Prüfstand der Beschreibung
Personen (2)
Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.
- Placide Tempels belegt[2][1]1906–1977 · Kapitel: Afrika (Überblick)Die Bezeichnung Ethnophilosophie wurde erst später, vor allem durch ihre Kritiker, auf sein Werk angewandt.
- Kwame Gyekye Deutung[2][1]1939–2019 · Kapitel: Afrika (Überblick)Wird in einer Darstellung der ethnophilosophischen Schule zugerechnet; er bezieht Sprichwörter und Überlieferungen der Akan ein, verlangt aber wie Wiredu, sie kritisch zu prüfen.
Quellen
- [1]Stanford Encyclopedia of Philosophy · abgerufen 2026-10-23
- [2]Ethnophilosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
- [3]Ethnophilosophy · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21