Landkarte der Philosophie · Denkrichtung
Dialogphilosophie
Bewegung · seit der Zeit zwischen den Weltkriegen
Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.
Die Dialogphilosophie entstand zwischen den Weltkriegen und setzt dem Denken, das beim einzelnen Ich beginnt, eine Philosophie des Du entgegen: Sie geht von der Begegnung mit dem anderen Menschen aus und greift dabei besonders auf jüdische Denktraditionen zurück. Martin Buber beschrieb in „Ich und Du“ (1923) eine Wahl, vor der Du in jeder Lage stehst: Entweder machst Du Dein Gegenüber zu einem bloßen „Es“, oder Du öffnest Dich für die Begegnung mit ihm als einem „Du“. Für Emmanuel Levinas ist das Ich nie für sich allein, denn der andere Mensch bleibt fremd und entzieht sich jedem Versuch, ihn zu vereinnahmen.[1][2]
belegt Prüfstand der Beschreibung
Personen (3)
Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.
- Martin Buber belegt[2][3]1878–1965 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
- Franz Rosenzweig belegt[3]1886–1929 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
- Emmanuel Levinas Deutung[2][3]1906–1995 · Kapitel: Phänomenologie und ExistenzialismusNahm Anregungen der Dialogphilosophie auf und wird in manchen Darstellungen zu ihr gezählt.
In diesen Denkwegen
Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.
Wozu brauchen wir andere Menschen?
- Station 4: Werde ich erst in der Begegnung mit einem anderen Menschen ganz ich selbst?Mit Martin Buber, Emmanuel Levinas.
- Station 5: Wofür bin ich anderen verantwortlich?Mit Emmanuel Levinas.
Quellen
- [1]Martin Buber · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
- [2]Dialogphilosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
- [3]Jüdische Philosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21