Landkarte der Philosophie · Denkrichtung
Positivismus
Bewegung · 19. Jahrhundert, besonders die zweite Hälfte
Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.
Der Positivismus ist eine philosophische und politische Bewegung, die auf Auguste Comte zurückgeht und sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitete. Er erkennt als echtes Wissen nur an, was entweder schon durch Definition wahr ist oder sich als Tatsache aus der Sinneserfahrung ergibt; andere Wege wie Intuition, Selbstbeobachtung oder religiöser Glaube lehnt er ab. Comte meinte, dass auch die Gesellschaft wie die Natur wissenschaftlichen Gesetzen folgt, und wollte sie deshalb wissenschaftlich untersuchen.[1][2]
belegt Prüfstand der Beschreibung
Personen (3)
Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.
- Auguste Comte belegt[1][2]1798–1857 · Kapitel: Die Abweichler
- John Stuart Mill Deutung[1]1806–1873 · Kapitel: Nutzen und PraxisStand Comtes Positivismus zeitweise nahe, unterschied aber zwischen einem „guten“ und einem „schlechten“ Comte.
- Herbert Spencer Deutung[3]1820–1903 · Kapitel: Die AbweichlerGilt neben Comte als eine Quelle des Positivismus im 19. Jahrhundert, entwickelte seine Soziologie aber in Abgrenzung von Comte.
In diesen Denkwegen
Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.
Quellen
- [1]Auguste Comte · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
- [2]Positivism · Wikipedia, abgerufen 2026-10-20
- [3]Stanford Encyclopedia of Philosophy, Philosophy in Mexico, Abschnitt 8.5; Stanford Encyclopedia of Philosophy, Latin American Philosophy, Abschnitt über spanische Emigranten