Landkarte der Philosophie · Denkrichtung
Milesische Schule
Schule · Milet (Ionien, heutige Westtürkei) · 6. Jahrhundert v. Chr.
Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.
Als Milesische Schule bezeichnet man drei Denker aus der Handelsstadt Milet an der Westküste der heutigen Türkei: Thales, Anaximander und Anaximenes, die im 6. Jahrhundert v. Chr. wirkten. Sie suchten nach dem Ursprung, dem Grundstoff, aus dem alles hervorgeht, und sahen die Natur als ein Ganzes, das sich selbst ordnet, ohne dass Götter von außen eingreifen müssen: Thales nannte das Wasser, Anaximander etwas Unbegrenztes und Unbestimmtes, Anaximenes die Luft. Über ein Jahrhundert später griff Diogenes von Apollonia dieses Weltbild wieder auf und veränderte es.[1][2]
belegt Prüfstand der Beschreibung
Personen (4)
Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.
- Thales von Milet belegt[1][2]um 624 bis 547 v. Chr. · Kapitel: Vorsokratiker
- Anaximandros von Milet belegt[1][2]um 610 bis 546 v. Chr. · Kapitel: Vorsokratiker
- Anaximenes von Milet belegt[1][2]um 585 bis 528 v. Chr. · Kapitel: Vorsokratiker
- Diogenes von Apollonia Deutung[1]Blütezeit um 460–430 v. Chr. · Kapitel: VorsokratikerEr griff das milesische Weltbild über ein Jahrhundert nach Anaximenes wieder auf und veränderte es, stammte aber nicht aus Milet.
Quellen
- [1]Presocratic Philosophy · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
- [2]Milesian school · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21