Landkarte der Philosophie · Denkrichtung
Sophistik
Bewegung · Athen und andere griechische Städte · zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.
Die Sophisten waren wandernde, bezahlte Lehrer und Intellektuelle, die in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. in Athen und anderen griechischen Städten unterrichteten; die bekanntesten sind Protagoras und Gorgias. Sie boten jungen, wohlhabenden Männern eine Ausbildung in Tüchtigkeit (griechisch aretē) an, besonders in der Kunst, Mitbürger in politischen Versammlungen durch Reden zu überzeugen und das Leben erfolgreich zu führen. Ihr Bild ist schwer zu deuten, weil nur wenige ihrer Texte erhalten sind und vieles aus Platons meist feindseliger Darstellung stammt; der spätere Vorwurf der Spitzfindigkeit und Scharlatanerie vereinfacht ihre eigenständigen Beiträge zum Denken zu stark.[1][2]
belegt Prüfstand der Beschreibung
Personen (6)
Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.
- Protagoras von Abdera belegt[3][4]um 490–420 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
- Gorgias von Leontinoi belegt[3][2]um 483–375 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
- Prodikos von Keos belegt[4][3]um 465 bis nach 399 v. Chr. · Kapitel: Vorsokratiker
- Hippias von Elis belegt[4][3]um 460 v. Chr. bis nach 399 v. Chr. · Kapitel: Vorsokratiker
- Thrasymachos von Chalkedon belegt[2]um 459–400 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
- Isokrates Deutung[4][3]436–338 v. Chr. · Kapitel: Klassisches AthenWird zu den Sophisten gezählt, grenzte seine Schule aber selbst von ihnen ab und schrieb eine Rede gegen die Sophisten.
Quellen
- [1]Internet Encyclopedia of Philosophy · abgerufen 2026-10-21
- [2]The Sophists · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
- [3]Sophist · Wikipedia, abgerufen 2026-10-20
- [4]Sophistik · Wikipedia, abgerufen 2026-10-20