Landkarte der Philosophie · Was ist gerecht?
Der gemeinsame Fall
Die Nutzenrechnung spricht dafür, dem Kollegen mit den Kindern mehr zu geben. Die Kollegin mit den meisten Stunden hält dagegen, dass ihr Anteil nicht einfach gegen das Wohl der anderen verrechnet werden darf, und die Kollegin, die krank war, braucht einen Teil des Geldes schon, um wieder voll arbeiten zu können.
Welche Frage möchtest du zuerst verfolgen?
Redaktionelle Kreuzung: keine historische Abstammungslinie. Die Richtungen fragen Verschiedenes; keine ist ein Ausgang, auf den du dich festlegst. Du kannst jede später noch öffnen.
- Richtung 1
Welche Regel wäre fair, wenn du nicht wüsstest, wer von den dreien du bist?
John RawlsDu gewinnst einen Prüfstein für Regeln, mit dem du erkennst, ob jemand sie auf den eigenen Vorteil zugeschnitten hat.Redaktionell: Perspektivwechsel - Richtung 2
Ist das Geld auf rechtmäßigem Weg zu der Kollegin gekommen, und darf man sie zum Abgeben zwingen?
Robert NozickDu lernst zu trennen, wie eine Verteilung aussieht und wie sie entstanden ist.Historisch belegte Reaktion - Richtung 3
Was können die drei mit ihrem Anteil tatsächlich tun?
Amartya Sen und Martha NussbaumDu siehst, dass gleiche Mittel nicht schon gleiche Möglichkeiten bedeuten.Redaktionell: Perspektivwechsel
Lieber alle Richtungen nebeneinander? Direkt zum Vergleichspunkt: Mehr für den Kollegen mit den Kindern, aber aus welchem Grund?
Du musst nicht abzweigen: Ohne Wahl weiterlesen: Was würdest du wählen, wenn du nicht wüsstest, wer du bist?