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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Verkörperte und enaktive Kognition

Bewegung · seit den 1990er Jahren

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Verkörperte Kognition ist ein breites Forschungsprogramm, das Psychologie, Neurowissenschaft, Verhaltensforschung, Philosophie, Sprachwissenschaft, Robotik und Künstliche Intelligenz verbindet. Die klassische Kognitionswissenschaft sah das Gehirn als eine Art Computer, in dem Denken als Rechnen abläuft; die verkörperte Kognition lehnt diese Sicht ab oder fasst sie neu und betont, dass der Körper und sein Umgang mit der Umwelt zum Denken beitragen oder es sogar ausmachen.[1][2]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (7)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • George Herbert Mead Deutung[3]1863–1931 · Kapitel: Nutzen und PraxisSeine Theorien gelten als eine Grundlage der Embodiment-Forschung.
  • Maurice Merleau-Ponty Deutung[4][3]1908–1961 · Kapitel: Phänomenologie und ExistenzialismusGilt mit seiner Leibphänomenologie als Wegbereiter der verkörperten Kognition.
  • Humberto Maturana belegt[2]1928–2021 · Kapitel: System und OrganisationSchlug mit Francisco Varela in „Der Baum der Erkenntnis“ den Begriff „enaktiv“ vor.
  • Lucy Suchman Deutung[5]Geburtsjahr nicht belegt · Kapitel: Geist und Technik, System und OrganisationIhre Arbeit zum situierten Handeln trug wesentlich zur Verbreitung der Idee situierter Kognition bei, die der verkörperten Kognition nahesteht.
  • Francisco Varela belegt[4][1]1946–2001 · Kapitel: System und OrganisationMitbegründer des Enaktivismus, unter anderem mit „The Embodied Mind“ (mit Evan Thompson und Eleanor Rosch).
  • Andy Clark belegt[1][6]geboren 1957 · Kapitel: Geist und Technik
  • David Chalmers Deutung[1][6]geboren 1966 · Kapitel: Geist und TechnikMitautor der These vom erweiterten Geist, die in Darstellungen der verkörperten Kognition behandelt wird; sein Hauptwerk gilt dem Bewusstsein.

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Stanford Encyclopedia of Philosophy
  2. [2]Enactivism · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  3. [3]Embodiment · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  4. [4]Embodied cognition · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  5. [5]Situated cognition · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  6. [6](englisch), Extended mind thesis · Wikipedia, abgerufen 2026-10-22

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