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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Lebensphilosophie

Bewegung · Deutschland, Frankreich · spätes 19. und frühes 20. Jh.

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Die Lebensphilosophie war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine vorherrschende Strömung im deutschsprachigen Raum und wurde in Frankreich vor allem von Henri Bergson, in Deutschland von Wilhelm Dilthey getragen. Sie stellte Sinn, Wert und Zweck des Lebens in den Mittelpunkt und meinte, das Leben lasse sich nur von innen, aus dem Leben selbst verstehen, nicht allein mit Begriffen und Logik nach dem Vorbild der Naturwissenschaften. Sie entstand als Gegenbewegung zur Aufklärung, zum Positivismus und zur stark theoretischen Philosophie nach Kant.[1][2][3]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (10)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • Friedrich Schlegel Deutung[3][4]1772–1829 · Kapitel: Kant und Deutscher IdealismusSeine Wiener Vorlesungen über die Philosophie des Lebens (1827) verhalfen der Lebensphilosophie zu breiterer Beachtung.
  • Arthur Schopenhauer Deutung[3][4]1788–1860 · Kapitel: Die AbweichlerGilt als Vorläufer der Lebensphilosophie.
  • Wilhelm Dilthey belegt[3][4]1833–1911 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Friedrich Nietzsche Deutung[3][4]1844–1900 · Kapitel: Die AbweichlerGilt als Vorläufer der Lebensphilosophie.
  • Henri Bergson belegt[5][2]1859–1941 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • José Vasconcelos Deutung[6][7]1882–1959 · Kapitel: Lateinamerika (Überblick)Stützte sich vor allem auf Bergson und stellte Intuition und das Lebendige über das mechanische Weltbild; er nannte sein System ästhetischen Monismus.
  • Antonio Caso Deutung[7][8]1883–1946 · Kapitel: Lateinamerika (Überblick)Vertrat gegen den Positivismus eine von Bergson geprägte Philosophie des Lebens und der Freiheit.
  • José Ortega y Gasset belegt[3][4]1883–1955 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Pierre Hadot Deutung[4]1922–2010 · Kapitel: GegenwartWird wegen seines Verständnisses der antiken Philosophie als Lebensform mit der Lebensphilosophie in Verbindung gebracht, ohne ihr ausdrücklich zugerechnet zu werden.
  • Gilles Deleuze Deutung[4]1925–1995 · Kapitel: Strukturalismus und PoststrukturalismusBezeichnete sich selbst als Vitalisten; sein Werk setzt Motive der Lebensphilosophie fort.

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Philosophy of life · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  2. [2]Stanford Encyclopedia of Philosophy, Bergson, Abschnitt 1; Internet Encyclopedia of Philosophy, Bergson, Abschnitt 1a
  3. [3]Lebensphilosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  4. [4]Lebensphilosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  5. [5]Henri Bergson · Wikipedia
  6. [6]encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/vasconcelos-jose-1882-1959 · Webseite
  7. [7]Stanford Encyclopedia of Philosophy, Philosophy in Mexico, Abschnitt 8.5; Stanford Encyclopedia of Philosophy, Latin American Philosophy, Abschnitt über spanische Emigranten
  8. [8]Encyclopedia of Philosophy, Caso, Antonio (Arthur Berndtson, 1967) · Webseite

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