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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Logischer Empirismus (Wiener Kreis)

Bewegung · Wien und Berlin, später englischsprachige Welt · späte 1920er-Jahre bis zum Niedergang in den 1960er-Jahren

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Der Logische Empirismus ist eine Denkbewegung, die in den späten 1920er-Jahren im Wiener und im Berliner Kreis entstand, zwei Gruppen von Philosophen, Natur- und Formalwissenschaftlern. Sie wollten eine wissenschaftliche Philosophie schaffen, die so verlässlich ist wie die Erfahrungswissenschaften, und lehnten die Metaphysik, also Aussagen über das, was jenseits aller Erfahrung liegt, radikal ab. Einige von ihnen hielten eine Aussage nur dann für sinnvoll, wenn sie sich durch Beobachtung prüfen lässt oder allein aufgrund ihrer logischen Form wahr ist; andere, etwa Carnap und Neurath, lehnten dieses Kriterium ab.[1][2]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (14)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • Bertrand Russell Deutung[3]1872–1970 · Kapitel: Analytische Philosophie und WissenschaftstheorieGilt als einer der wichtigsten Anreger des logischen Empirismus.
  • Moritz Schlick belegt[4]1882–1936 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Otto Neurath belegt[4]1882–1945 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Ludwig Wittgenstein Deutung[2][3]1889–1951 · Kapitel: Analytische Philosophie und WissenschaftstheorieSein Tractatus gilt als eine theoretische Grundlage des logischen Empirismus.
  • Kurt Lewin belegt[4]1890–1947 · Kapitel: System und OrganisationGehörte in Berlin zur Gesellschaft für empirische Philosophie um Hans Reichenbach.
  • Hans Reichenbach belegt[3][2]1891–1953 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Rudolf Carnap belegt[4][3]1891–1970 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Alfred Tarski Deutung[3][4]1901–1983 · Kapitel: Analytische Philosophie und WissenschaftstheorieGehörte zur Lemberg-Warschau-Schule, einer dem Wiener Kreis ähnlichen Gruppe, und wird zum weiteren Umfeld des logischen Empirismus gezählt.
  • Carl Gustav Hempel belegt[5][6]1905–1997 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Kurt Gödel Deutung[4]1906–1978 · Kapitel: Analytische Philosophie und WissenschaftstheorieNahm regelmäßig an den Sitzungen des Wiener Kreises teil, ohne zu dessen führenden Köpfen zu gehören.
  • Willard Van Orman Quine Deutung[4][2]1908–2000 · Kapitel: Nutzen und PraxisStand der Bewegung in ihrer amerikanischen Phase nahe und gehörte zugleich zu ihren bekannten Kritikern.
  • Alfred Jules Ayer belegt[4][3]1910–1989 · Kapitel: Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
  • Wilfrid Sellars Deutung[4]1912–1989 · Kapitel: Analytische Philosophie und WissenschaftstheorieStand der Bewegung in jungen Jahren durch die Zusammenarbeit mit Herbert Feigl nahe.
  • Hilary Putnam Deutung[4][2]1926–2016 · Kapitel: Nutzen und PraxisSchloss sich als Schüler Reichenbachs zunächst der amerikanischen Phase der Bewegung an und gehörte später zu ihren bekannten Kritikern.

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Stanford Encyclopedia of Philosophy
  2. [2]Logical positivism · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  3. [3]Logischer Empirismus · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  4. [4]Stanford Encyclopedia of Philosophy
  5. [5]Analytic philosophy · Wikipedia
  6. [6]Empirismus · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21

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