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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Scholastik

Bewegung · Europa · etwa 1100 bis 1700

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Die Scholastik war die vorherrschende Lehr- und Denkweise an den europäischen Klosterschulen und Universitäten von etwa 1100 bis 1700. Sie wollte die Philosophie der Antike, besonders die Logik des Aristoteles, mit dem katholischen Christentum in Einklang bringen. Typisch sind genaue Begriffsanalysen und das Abwägen von Gründen und Gegengründen, um Widersprüche aufzulösen.[1][2]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (15)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • Johannes Scotus Eriugena belegt[1][3]um 800–um 877 · Kapitel: MittelalterEiner der Begründer der Scholastik.
  • Anselm von Canterbury belegt[1][3]1033–1109 · Kapitel: MittelalterWird als „Vater der Scholastik“ bezeichnet; eine andere Darstellung sieht bei ihm erst eine Vorstufe.
  • Peter Abaelard belegt[1][3]1079–1142 · Kapitel: Mittelalter
  • Albertus Magnus belegt[1][3]um 1200–1280 · Kapitel: Mittelalter
  • Roger Bacon belegt[1][3]um 1220–um 1292 · Kapitel: MittelalterKritisierte von innen die Theorielastigkeit des scholastischen Betriebs und setzte auf Erfahrungswissen.
  • Bonaventura belegt[3]um 1221–1274 · Kapitel: MittelalterVertreter der Franziskanerschule, die platonisch-augustinische Ideen gegen den Aristotelismus bewahren wollte.
  • Thomas von Aquin belegt[1][3]um 1225–1274 · Kapitel: MittelalterBegründer des Thomismus; seine Summa gilt als ein Höhepunkt der Scholastik.
  • Petrus Hispanus Deutung[3][4]13. Jahrhundert · Kapitel: MittelalterVerfasser eines sehr populären Logik-Lehrbuchs der mittelalterlichen Universitäten.
  • Meister Eckhart belegt[1][3]1260–1328 · Kapitel: Mittelalter
  • Johannes Duns Scotus belegt[3][1]um 1264–1308 · Kapitel: MittelalterBegründer des Scotismus innerhalb der Franziskanerschule.
  • Marsilius von Padua Deutung[1]um 1275–1343 · Kapitel: MittelalterNach einer Deutung ein eigenständiger Denker der Spätscholastik, der die scholastische Methode beibehielt, sich aber in Fragen der Institutionenkritik von der Hochscholastik löste.
  • Wilhelm von Ockham belegt[1][3]um 1288–1347 · Kapitel: Mittelalter
  • Johannes Buridan belegt[5][6]um 1300–nach 1358 · Kapitel: Mittelalter
  • Jacopo Zabarella Deutung[6][7]1533–1589 · Kapitel: Renaissance und MachtSetzte die aristotelische Universitätsphilosophie des Mittelalters in Padua fort, nun mit den griechischen Texten.
  • Francisco Suárez belegt[1]1548–1617 · Kapitel: Renaissance und MachtVertreter der Spätscholastik (zweite Scholastik).

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Scholasticism · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  2. [2]newadvent.org: cathen/13548a.htm · Webseite, abgerufen 2026-10-21
  3. [3]Scholastik · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  4. [4]Peter of Spain (logician) · Wikipedia
  5. [5]Johannes Buridan · Wikipedia
  6. [6]Medieval Philosophy, Abschnitt 2.6 · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
  7. [7]Jacopo Zabarella · Wikipedia, abgerufen 2026-10-22

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