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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Tugendethik

Tradition · seit der Antike, Wiederbelebung seit den späten 1950er Jahren

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Die Tugendethik ist heute neben der Pflichtethik und der Ethik der Handlungsfolgen einer der drei Hauptansätze der Ethik. Sie stellt die Tugenden, also den moralischen Charakter eines Menschen und seine guten Gewohnheiten, in den Mittelpunkt statt einzelner Pflichten, Regeln oder Folgen. Ihre Begründer sind im Westen Platon und Aristoteles, im Osten lässt sie sich auf Menzius und Konfuzius zurückführen; im Westen war sie mindestens bis zur Aufklärung der vorherrschende Ansatz, trat im 19. Jahrhundert vorübergehend zurück und kehrte in den späten 1950er-Jahren in die angloamerikanische Philosophie zurück.[1][2]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (15)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • Konfuzius Deutung[1]um 551–479 v. Chr. · Kapitel: Asien (Überblick)Die Tugendethik wird im östlichen Denken auf ihn und Mengzi zurückgeführt.
  • Sokrates belegt[2][3]469–399 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
  • Platon belegt[1]um 428–348 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
  • Aristoteles belegt[3][1]384–322 v. Chr. · Kapitel: Klassisches Athen
  • Mengzi (Menzius, Meng Ke) Deutung[1]ungefähr 372–289 v. Chr. · Kapitel: Asien (Überblick)Die Tugendethik wird im östlichen Denken auf ihn und Konfuzius zurückgeführt.
  • Thomas von Aquin Deutung[2]um 1225–1274 · Kapitel: MittelalterLieferte die umfassendste theologische Tugendlehre der Scholastik.
  • Max Scheler Deutung[3]1874–1928 · Kapitel: Phänomenologie und ExistenzialismusUnternahm einen frühen Versuch, die Tugendethik wiederzubeleben.
  • G. E. M. Anscombe (Elizabeth Anscombe) belegt[3][1]1919–2001 · Kapitel: Gegenwart
  • Iris Murdoch Deutung[1][4]1919–1999 · Kapitel: GegenwartIhre Moralphilosophie richtet besondere Aufmerksamkeit auf die Tugenden und wird als Ausgangspunkt einer platonistischen Tugendethik behandelt.
  • Philippa Foot belegt[3][5]1920–2010 · Kapitel: Gegenwart
  • Alasdair MacIntyre belegt[3][2]1929–2025 · Kapitel: Gegenwart
  • Bernard Williams Deutung[2]1929–2003 · Kapitel: Nutzen und PraxisWird zu den zeitgenössischen Tugendethikern gezählt; ob diese eine gemeinsame Richtung bilden, ist umstritten.
  • Shannon Vallor belegt[2]Geburtsjahr nicht belegt · Kapitel: Geist und Technik
  • Rosalind Hursthouse belegt[6][1]geboren 1943 · Kapitel: Gegenwart
  • Martha Nussbaum Deutung[2][1]geboren 1947 · Kapitel: GegenwartGriff für den Fähigkeitenansatz auf die Tugendtheorie zurück und verteidigte die Tugenden gegen den Einwand kultureller Relativität.

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Stanford Encyclopedia of Philosophy
  2. [2]Virtue ethics · Wikipedia, abgerufen 2026-10-20
  3. [3]Tugendethik · Wikipedia, abgerufen 2026-10-20
  4. [4]Iris Murdoch, Wikipedia · abgerufen 2026-10-22
  5. [5]Analytic philosophy · Wikipedia
  6. [6]Rosalind Hursthouse, Abschnitt Leben · Wikipedia

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