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Landkarte der Philosophie · Denkrichtung

Jüdische Philosophie

Tradition · Mittelmeerraum und Europa, später weltweit · seit der Antike (Philon von Alexandria), im Mittelalter seit dem 10. Jh., bis heute

Eine fachliche Zuordnung, getrennt von den redaktionellen Kapiteln der Landkarte. Jede Person steht hier mit dem Prüfstand ihrer Zuordnung.

Jüdische Philosophie umfasst alles Philosophieren von Jüdinnen und Juden und alles Nachdenken über die jüdische Religion. Bis zur jüdischen Aufklärung, der Haskala, versuchte sie vor allem, neue Ideen wie die im 10. Jahrhundert wiederentdeckte griechische Philosophie in die Überlieferung des rabbinischen Judentums einzufügen; einer der wichtigsten Denker dieser Zeit ist Maimonides, der den Widerstreit zwischen religiösem und weltlichem Wissen auflösen wollte. Seit dem 18. Jahrhundert, mit der rechtlichen Gleichstellung und dem Eintritt in die moderne Gesellschaft, entwickelten Juden mit weltlicher Bildung auch ganz neue Philosophien.[1][2]

belegt Prüfstand der Beschreibung

Personen (20)

Nach Lebenszeit. Das Kapitel daneben ist die redaktionelle Einordnung der Landkarte.

  • Philon von Alexandria belegt[1]ungefähr 15–10 v. Chr. bis ungefähr 45–50 n. Chr. · Kapitel: Hellenismus und Spätantike
  • Saadia Gaon belegt[3][1]882–942 · Kapitel: Mittelalter
  • Salomo ibn Gabirol (Avicebron) belegt[3]ungefähr 1021–1058 · Kapitel: Mittelalter
  • Bahya ibn Paquda belegt[1][3]zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts, vielleicht bis Anfang des 12. Jahrhunderts (Lebensdaten unbekannt) · Kapitel: Mittelalter
  • Jehuda Halevi belegt[3][1]um 1075–1141 · Kapitel: MittelalterDichterphilosoph, der im Kuzari gegen die aristotelische Philosophie seiner Zeit stritt.
  • Moses Maimonides belegt[3][1]1138–1204 · Kapitel: Mittelalter
  • Gersonides (Levi ben Gerson) belegt[4][3]1288–1344 · Kapitel: Mittelalter
  • Chasdai Crescas belegt[4][3]um 1340–1410/11 · Kapitel: MittelalterKritiker des Aristotelismus innerhalb der jüdischen Philosophie.
  • Baruch de Spinoza belegt[3]1632–1677 · Kapitel: Rationalismus
  • Moses Mendelssohn belegt[1][3]1729–1786 · Kapitel: Empirismus und Aufklärung
  • Salomon Maimon belegt[1]1753–1800 · Kapitel: Kant und Deutscher Idealismus
  • Hermann Cohen belegt[1][3]1842–1918 · Kapitel: Kant und Deutscher Idealismus
  • Martin Buber belegt[3]1878–1965 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Franz Rosenzweig belegt[1][3]1886–1929 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Hans Jonas belegt[3]1903–1993 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Joseph B. Soloveitchik belegt[3]1903–1993 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Emmanuel Levinas belegt[3][1]1906–1995 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Hannah Arendt Deutung[3][1]1906–1975 · Kapitel: GegenwartWird nach einer Deutung der jüdischen Philosophie zugerechnet, obwohl sie ihre Positionen nicht religiös begründete; in Darstellungen jüdischer Philosophie erscheint sie selten.
  • Abraham Joshua Heschel belegt[3][1]1907–1972 · Kapitel: Phänomenologie und Existenzialismus
  • Judith Butler Deutung[3][1]geb. 1956 · Kapitel: Strukturalismus und PoststrukturalismusWird in manchen Darstellungen zur modernen jüdischen Philosophie gezählt, obwohl ihr Werk nicht vorrangig jüdische Themen behandelt.

In diesen Denkwegen

Hier antwortet die Richtung selbst oder eine ihrer Personen.

Quellen

  1. [1]Jewish philosophy · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  2. [2]Maimonides · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22
  3. [3]Jüdische Philosophie · Wikipedia, abgerufen 2026-10-21
  4. [4]Medieval Philosophy, Abschnitt 2.6 · Stanford Encyclopedia of Philosophy, abgerufen 2026-10-22

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