Landkarte der Philosophie · Strömung
Rationalismus
1600 bis 1720 · neuzeitbelegt
Kann reines Denken sichere Erkenntnis liefern?
Rationalisten wie Descartes, Spinoza und Leibniz vertrauten darauf, dass Vernunft sichere Grundlagen des Wissens findet, ähnlich wie in der Mathematik. Sie suchten Gewissheit in einer Zeit, in der die neue Naturwissenschaft das alte Weltbild auflöste.
Zeit und Umfeld
Der Dreißigjährige Krieg (Frieden 1648) und die wissenschaftliche Revolution von Kopernikus bis Newton ließen alte Autoritäten wanken.
Warum das heute zählt
Klar definieren, sauber ableiten und Annahmen offenlegen: Das ist die Grundlage jeder guten Analyse und Strategie.
Kants Fragen (Deutung): Was kann ich wissen? · Was ist der Mensch?
Personen (22)
- Galileo Galilei1564–1642Mathematiker, Astronom und Naturphilosoph, dessen mathematische Naturlehre und dessen Verurteilung durch die Inquisition (das Kirchengericht, mit dem die katholische Kirche Abweichler von ihrer Lehre aufspürte und verurteilte) 1633 das Denken von Descartes und seiner Zeitgenossen mitprägten.
- Marin Mersenne1588–1648Pariser Mönch (Minimit) und Gelehrter, der als „Sekretär des gelehrten Europa“ Descartes' wichtigster Briefpartner war und dessen Werk durch Einwände und Vermittlung prägte.
- Pierre Gassendi1592–1655Französischer Priester, Astronom und Philosoph, der Descartes in den Einwänden zu den Meditationen (Descartes' Schrift von 1641, in der er die Grundlagen sicheren Wissens sucht und die er zusammen mit Einwänden zeitgenössischer Gelehrter und seinen Antworten darauf veröffentlichte) widerspricht und dagegen einen christlich gezähmten Epikureismus mit Sinneserfahrung als Quelle des Wissens setzt.
- René Descartes1596–1650Französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher, Gegenspieler des Empirismus: Er suchte Gewissheit im Denken statt in der Sinneserfahrung und prägte dennoch das mechanische Weltbild, an dem Boyle, Newton und Locke weiterarbeiteten.
- Henricus Regius1598–1679Niederländischer Mediziner und Professor in Utrecht, der Descartes' Naturphilosophie (seine Erklärung der Natur aus Materie und Bewegung) an der Universität lehrte, sich dann aber von dessen Metaphysik trennte und Descartes zum Bruch brachte.
- Antoine Arnauld1612–1694Jansenistischer Theologe aus Port-Royal (einem Kloster bei Versailles, das ein Zentrum dieser Bewegung war), der Descartes' Meditationen früh prüfte, dann mit Malebranche und Leibniz Grundfragen stritt und mit Nicole die Logik von Port-Royal schrieb.
- Henry More1614–1687Cambridge-Platoniker, der Descartes zuerst als Vorbild feierte, dann bekämpfte, und der Anne Conway in Philosophie unterrichtete.
- Ralph Cudworth1617–1688Führender Cambridge-Platoniker und Theologe, der Descartes ernst nahm, aber die Natur nicht auf bloße Mechanik reduzieren wollte, und der Hobbes' Materialismus am gründlichsten bekämpfte.
- Elisabeth von der Pfalz, Prinzessin von Böhmen1618–1680Die Prinzessin, deren Briefe an Descartes das Herzstück des Leib-Seele-Problems (der Frage, wie Geist und Körper aufeinander wirken können) und der cartesischen Ethik herausgearbeitet haben.
- Johannes Clauberg1622–1665Reformierter Theologe und Philosoph, einer der frühesten deutschen Fürsprecher Descartes' und Autor des ersten umfassenden Kommentars zu den Meditationen.
- Margaret Cavendish1623–1673Englische Naturphilosophin im Exil und am Rand der gelehrten Männerwelt, die gegen die mechanische Philosophie ihrer Zeit (die alle Naturvorgänge wie bei einer Maschine durch Kräfte erklärt, die von außen auf Körper wirken) eine Welt denkender Materie setzt.
- Blaise Pascal1623–1662Französischer Mathematiker, Physiker und religiöser Denker, der im 17. Jahrhundert das Elend und die Größe des einzelnen Menschen vor den großen Fragen von Tod und Glauben beschreibt und deshalb als Vorläufer des Existenzialismus gilt.
- Arnold Geulincx1624–1669Flämischer Philosoph, der auf der Grundlage Descartes' den Okkasionalismus aus der inneren Erfahrung heraus entwickelt und eine Ethik der Demut schreibt.
- Pierre Nicole1625–1695Jansenistischer Gelehrter und Moralschriftsteller von Port-Royal (einer Abtei bei Versailles, im 17. Jahrhundert ein Zentrum des Jansenismus), Mitautor der Logik von Port-Royal und enger Mitstreiter Arnaulds (Antoine Arnauld, ebenfalls Jansenist und Theologe).
- Lodewijk Meyer1629–1681Arzt, Gelehrter und enger Freund Spinozas, der das Vorwort zu dessen Descartes-Buch schrieb und mit einer anonymen Schrift die Vernunft zur Richterin über die Bibelauslegung machte.
- Anne Conway1631–1679Englische Philosophin aus dem Umkreis der Cambridge-Platoniker (einer Gruppe englischer Denker, zu der ihr Lehrer Henry More gehörte), die bei Henry More Cartesianismus lernte und dann eine Lehre entwarf, in der alles lebt und Geist und Körper nur zwei Stufen derselben Substanz sind.
- Baruch de Spinoza1632–1677Der radikalste Rationalist (jemand, der Wissen vor allem durch vernünftiges Denken statt durch Sinneserfahrung gewinnen will): Er baut aus cartesischen Begriffen ein System, in dem Gott und Natur dasselbe sind und alles notwendig folgt.
- Nicolas Malebranche1638–1715Französischer Priester und Philosoph, der Descartes mit Augustinus verbindet und daraus die Lehre entwickelt, dass Gott die einzige wirkliche Ursache ist.
- Gottfried Wilhelm Leibniz1646–1716Leibniz ist der Universalgelehrte, dessen Monaden und beste mögliche Welt Wolff zum Schulsystem machte und von dessen Metaphysik sich Kant später absetzte.
- Ehrenfried Walther von Tschirnhaus1651–1708Cartesischer Naturforscher und Briefpartner Spinozas, der aus der Mathematik eine allgemeine Methode des Erfindens machen wollte und früh Einwände gegen die Ethik erhob.
- Christian Wolff1679–1754Wolff machte aus Leibniz' verstreuten Ideen ein geordnetes Lehrgebäude und prägte damit die deutsche Philosophie, auf der und gegen die Kant seine Kritik aufbaute.
- Anton Wilhelm Amoca. 1703–ca. 1759Aus der Gegend von Axim an der Goldküste stammender Philosoph, der im Deutschland des frühen 18. Jahrhunderts in Halle, Wittenberg und Jena lehrte und Descartes' Lehre vom Verhältnis von Geist und Körper (dem Leib-Seele-Problem) kritisch weiterdachte.
Begriffe
- Zweifel als Methode
- : alles anzweifeln, bis etwas Unbezweifelbares bleibt
- Cogito
- : Descartes' Satz, dass das denkende Ich als sicher gilt
- Angeborene Ideen
- : Vorstellungen, die der Mensch schon vor aller Erfahrung hat
- Substanz
- : das, was für sich selbst besteht und alles andere trägt
- Monade
- : bei Leibniz die einfache, in sich geschlossene Grundeinheit der Welt
Verbindungen innerhalb der Strömung
57 Verbindungen, jede als Satz mit Begründung. „Im Vergleich“ heißt: ähnliche Gedanken, ohne dass sich die beiden beeinflusst haben müssen.
Anton Wilhelm Amo baut auf René Descartes aufDeutung
Amo entwickelt einen von Descartes inspirierten Substanzdualismus und korrigiert ihn, weil dieser Verstehen und Empfinden verwechsle (SEP Early Modern Rationalism).
Anton Wilhelm Amo baut auf Gottfried Wilhelm Leibniz aufDeutung
Deutung: Leibniz war schon tot, als Amo schrieb, einen Austausch gab es nicht. Einige Forscher (Emma-Adamah 2015, Smith 2015) lesen Amos Leib-Seele-Lehre als Form von Leibniz' vorherbestimmter Harmonie, andere widersprechen (SEP Early Modern Rationalism).
Anton Wilhelm Amo baut auf Christian Wolff aufDeutung
Amo stand der Wolffschen Tradition näher als den Pietisten, ob er Wolffianer war, ist umstritten (de.wikipedia).
Antoine Arnauld baut auf Johannes Clauberg aufDeutung
Arnauld und Nicole erfuhren von Claubergs Logik erst, als die Logik von Port-Royal schon im Druck war, nutzten sie aber noch in Teil III ihres Werks.
Antoine Arnauld baut auf René Descartes aufDeutung
Arnauld schrieb 1641 die Vierten Einwände und verteidigte danach lebenslang Descartes' Dualismus und Teile seiner Methode.
Johannes Clauberg baut auf René Descartes aufDeutung
Clauberg verteidigte Descartes' Methode und schrieb den ersten umfassenden Kommentar zu den Meditationen.
Ralph Cudworth baut auf René Descartes aufDeutung
Cudworth übernimmt Descartes' Körperbegriff und Wahrnehmungstheorie, kritisiert aber Gottesbeweis und mechanische Naturerklärung (SEP).
René Descartes baut auf Galileo Galilei aufDeutung
Descartes unterdrückte laut SEP seine Schriften zur Physik, als er von Galileis Verurteilung erfuhr.
Pierre Gassendi baut auf Galileo Galilei aufDeutung
Gassendi sympathisierte laut SEP mit Galilei und modellierte seine Untersuchungen zum freien Fall eng an dessen Arbeit.
Arnold Geulincx baut auf René Descartes aufDeutung
Geulincx entwickelte auf Descartes' Grundlage seine Metaphysik, Ethik und den Okkasionalismus.
Henry More baut auf René Descartes aufDeutung
More las 1646 Descartes' Principia, lehrte die mechanische Philosophie und wandte sich dann gegen sie (SEP).
Gottfried Wilhelm Leibniz baut auf Johannes Clauberg aufDeutung
Der junge Leibniz hielt Clauberg laut SEP für klarer als Descartes selbst.
Gottfried Wilhelm Leibniz baut auf René Descartes aufDeutung
Die deutsche Wikipedia nennt Leibniz neben Newton als jemanden, der seine großen Theorien nachweislich an cartesischen Studien entwickelte.
Nicolas Malebranche baut auf René Descartes aufDeutung
Malebranche entwickelte nach der Lektüre des Traité de l'homme ein jahrzehntelanges Studium der cartesischen Methode und baute daraus sein System.
Marin Mersenne baut auf Galileo Galilei aufDeutung
Mersenne lobte Galilei und veröffentlichte eine französische Übersetzung des Urteils und der Abschwörung (SEP Mersenne).
Lodewijk Meyer baut auf René Descartes aufDeutung
nl.wikipedia nennt Meyer anfangs einen Anhänger der Philosophie Descartes'; sein Vorwort stellt Spinozas Descartes-Buch vor, und Marquette ordnet seine Bibelschrift in die nachcartesische Philosophie ein.
Pierre Nicole baut auf René Descartes aufDeutung
Die Logik von Port-Royal beruht laut Wikipedia (en) auf einer cartesischen Lesart der aristotelischen Logik.
Henricus Regius baut auf René Descartes aufDeutung
Regius kam durch Descartes' Discours und Le Monde zur neuen Philosophie, wurde aber nach dem Bruch 1647/48 von seinem früheren Mentor scharf zurückgewiesen.
Baruch de Spinoza baut auf René Descartes aufDeutung
Die SEP sagt, Spinozas Denken verbinde cartesische metaphysische Grundsätze mit weiteren Elementen, und sein einziges Werk unter eigenem Namen behandelt Descartes' Prinzipien.
Ehrenfried Walther von Tschirnhaus baut auf René Descartes aufDeutung
de.wikipedia nennt ihn einen begeisterten Anhänger Descartes', dessen Rationalismus er fortsetzen wollte.
Christian Wolff baut auf Gottfried Wilhelm Leibniz aufungeprüft
Wolff ordnet Leibniz' Gedanken zu einem Lehrsystem und steht mit ihm von etwa 1703 an im Briefwechsel.
Antoine Arnauld und Gottfried Wilhelm Leibniz kannten sich persönlichDeutung
Der Briefwechsel ab 1686 über den Discours de métaphysique prägte laut SEP Leibniz' reife Metaphysik.
Antoine Arnauld und Pierre Nicole kannten sich persönlichDeutung
Nicole schrieb mit Arnauld die Logik und die Perpétuité de la foi und floh 1679 mit ihm nach Belgien.
Antoine Arnauld und Blaise Pascal kannten sich persönlichDeutung
Pascal war ab 1655 mit den solitaires verbunden und verteidigte Arnauld in den Provinzialbriefen.
Margaret Cavendish und René Descartes kannten sich persönlichDeutung
Descartes gehörte in den 1640er Jahren zu den Gästen des Cavendish-Kreises, an dessen Treffen Margaret oft teilnahm (SEP); in ihren Schriften setzt sie sich mit ihm auseinander und lehnt seinen unkörperlichen Geist und seine Tier-Automaten ab (en.wikipedia, SEP).
Margaret Cavendish und Pierre Gassendi kannten sich persönlichDeutung
Gassendi nahm laut SEP an Treffen des Cavendish-Kreises teil.
Ralph Cudworth und Henry More kannten sich persönlichDeutung
Zwischen plastischer Natur und Mores Naturgeist bestehen laut SEP starke Verwandtschaften.
René Descartes und Elisabeth von der Pfalz, Prinzessin von Böhmen kannten sich persönlichDeutung
Ihre Briefe ab 1643 stellen sein Leib-Seele-Modell und seine Tugendlehre infrage, und er widmet ihr die Prinzipien.
René Descartes und Marin Mersenne kannten sich persönlichDeutung
Mersenne war Descartes' wichtigster Briefpartner, vermittelte seine Streite und organisierte die Einwände zu den Meditationes.
Elisabeth von der Pfalz, Prinzessin von Böhmen und Nicolas Malebranche kannten sich persönlichDeutung
Die SEP nennt einen kurzen Briefwechsel mit Malebranche.
Pierre Gassendi und Marin Mersenne kannten sich persönlichDeutung
Mersenne verschaffte Gassendis Einwänden den Platz in den Objections and Replies und blieb ein enger Freund.
Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza kannten sich persönlichDeutung
traf ihn persönlich, grenzte sich aber von dessen Notwendigkeitslehre ab
Gottfried Wilhelm Leibniz und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus kannten sich persönlichDeutung
Er arbeitete 1675/76 in Paris mit Leibniz und blieb mit ihm lebenslang im Briefwechsel.
Lodewijk Meyer und Baruch de Spinoza kannten sich persönlichDeutung
Meyer war ein enger Freund Spinozas, Herausgeber seines Descartes-Buches und einer derer, die nach 1677 den Nachlass veröffentlichten.
Pierre Nicole und Blaise Pascal kannten sich persönlichDeutung
Nicole hatte laut Wikipedia (en) großen Anteil an der Materialsammlung für Pascals Provinzialbriefe und übersetzte sie 1658 ins Lateinische.
Baruch de Spinoza und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus kannten sich persönlichDeutung
Tschirnhaus korrespondierte mit Spinoza, erhielt von ihm ein Empfehlungsschreiben und erhob Einwände gegen die Ethik.
Arnold Geulincx war Lehrer von Ehrenfried Walther von TschirnhausDeutung
Er hörte in Leiden beim Philosophen Geulincx.
Henry More war Lehrer von Anne ConwayDeutung
More unterrichtete sie brieflich, später setzte sie ihre Lehre in Opposition zu seiner (SEP).
Antoine Arnauld und Nicolas Malebranche kritisieren sich gegenseitigDeutung
Der öffentliche Streit ab 1683 um Ideen, Gnade und Okkasionalismus war laut SEP ein zentrales Ereignis des geistigen Lebens Europas.
Margaret Cavendish kritisiert René DescartesDeutung
Descartes gehörte in den 1640er Jahren zu den Gästen des Cavendish-Kreises, an dessen Treffen Margaret oft teilnahm (SEP); in ihren Schriften setzt sie sich mit ihm auseinander und lehnt seinen unkörperlichen Geist und seine Tier-Automaten ab (en.wikipedia, SEP).
Anne Conway kritisiert René DescartesDeutung
Mehrere Kapitel widerlegen den Dualismus von Descartes und More, ihre Physik bewundert sie aber (SEP).
Anne Conway kritisiert Baruch de SpinozaDeutung
Sie wirft Hobbes und Spinoza materiellen Pantheismus vor (SEP).
René Descartes kritisiert Henricus RegiusDeutung
Regius kam durch Descartes' Discours und Le Monde zur neuen Philosophie, wurde aber nach dem Bruch 1647/48 von seinem früheren Mentor scharf zurückgewiesen.
Elisabeth von der Pfalz, Prinzessin von Böhmen kritisiert René DescartesDeutung
Ihre Briefe ab 1643 stellen sein Leib-Seele-Modell und seine Tugendlehre infrage, und er widmet ihr die Prinzipien.
Pierre Gassendi kritisiert René DescartesDeutung
Gassendi widersprach Descartes in den Einwänden zu den Meditationen und später in der Disquisitio metaphysica.
Henry More kritisiert Baruch de SpinozaDeutung
More schrieb zwei Angriffe auf Spinoza und sah in ihm einen Atheisten (SEP).
Gottfried Wilhelm Leibniz kritisiert René Descartesungeprüft
widerspricht dessen Physik und Substanzbegriff
Gottfried Wilhelm Leibniz kritisiert Nicolas MalebrancheDeutung
Leibniz warf dem Okkasionalismus im Système nouveau (1695) vor, auf ein ständiges Wunder hinauszulaufen.
Gottfried Wilhelm Leibniz kritisiert Baruch de SpinozaDeutung
traf ihn persönlich, grenzte sich aber von dessen Notwendigkeitslehre ab
Baruch de Spinoza kritisiert René Descartesungeprüft
übernimmt Begriffe, lehnt aber den Dualismus von Geist und Körper ab
Ehrenfried Walther von Tschirnhaus kritisiert Baruch de SpinozaDeutung
Tschirnhaus korrespondierte mit Spinoza, erhielt von ihm ein Empfehlungsschreiben und erhob Einwände gegen die Ethik.
Margaret Cavendish wird verglichen mit Anne ConwayDeutung
Beide lehnen tote Materie ab, nach der SEP sind sie sich großteils einig, Cavendish lässt aber Materie gelten.
Johannes Clauberg wird verglichen mit Lodewijk Meyerungeprüft
Spinoza kannte Clauberg über den Kreis um Lodewijk Meyer und besaß seine Logica und die Defensio cartesiana.
Anne Conway wird verglichen mit Gottfried Wilhelm LeibnizDeutung
Leibniz nahm ihre Schrift günstig auf, besaß ein Exemplar und erkannte Verwandtschaft zu seiner Lehre (SEP).
Elisabeth von der Pfalz, Prinzessin von Böhmen wird verglichen mit Henry Moreungeprüft
Hutton untersucht laut SEP ihre Verbindungen zu Henry More und dessen Umfeld; Umfang der Beziehung nicht näher belegt.
Arnold Geulincx wird verglichen mit Nicolas MalebrancheDeutung
Beide gelten als Hauptvertreter des Okkasionalismus, doch Geulincx begründet ihn aus der inneren Handlungserfahrung, Malebranche aus Gottes Allmacht.
Arnold Geulincx wird verglichen mit Baruch de SpinozaDeutung
Seine Ideen ähneln Spinozas, aber es gibt keinen überzeugenden Beleg, dass die beiden sich oder ihre Werke kannten.
Nachbarn unter den Strömungen
- Kritik: Empirismus und AufklärungLocke und Hume bestreiten angeborene Ideen und setzen auf Erfahrung
- Verwandt mit: Kant und Deutscher IdealismusKant versucht, Rationalismus und Empirismus zu verbinden
- Baut auf: Renaissance und MachtMontaignes Skepsis und die neue Wissenschaft sind der Ausgangspunkt
Quellen
- [1]Stanford Encyclopedia of Philosophy: rationalism-empiricism · Stanford Encyclopedia of Philosophy
- [2]Wikipedia (en): Rationalism · Wikipedia
- [3]Wikipedia (en): Peace of Westphalia · Wikipedia